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Friday, June 8, 2018

winter im mumintal by Tove Jansson

Mitten im Winter wacht Mumin aus dem Winterschlaf auf und kann nicht wieder einschlafen. Seine Familie lässt sich nicht wecken, also erkundet er allein das Haus, dann das winterliche Mumintal. Mumin ist über die Veränderungen der Natur entsetzt und leidet unter der Kälte, Stille und Dunkelheit. Im Wald trifft er Tooticki, die im Badehäuschen der Mumins überwintert. Während die kleine Mü, die ebenfalls munter geworden ist, unbeschwert im Schnee spielt, hilft Tooticki dem verwirrten und melancholischen Mumin dabei, das winterliche Mumintal und seine besonderen Bewohner – wunderliche, einsame, verhuschte Wesen, die nicht richtig in die anderen Jahreszeiten passen – als das notwendige Gegenstück zur sommerlichen Welt zu akzeptieren. Sie bereiten sich auf die kältesten Tage vor und feiern danach gemeinsam mit den seltsamen Wesen mit einem riesigen Feuer ein verhaltenes Fest anlässlich der Wiederkehr der Sonne.
Aus der Umgebung kommen andere Geschöpfe ins Mumintal, die frieren und hungern. Mumin nimmt sie im Muminhaus auf und teilt die Marmeladenvorräte der Muminfamilie mit ihnen. Besondere Rollen spielen ein Hemul, der allen mit seinem unerschütterlichen Hang zu organisiertem Vergnügen, Wintersport, Hornmusik und Abhärtungsritualen auf die Nerven geht, der romantische Hund Knick, der sich einbildet, zu den Wölfen zu gehören (und eines Besseren belehrt wird) sowie das schüchterne kleine Wusel Salome, das den Hemul als Einzige gern hat, aber von ihm nicht bemerkt wird.
In einem großen Schneesturm verliert der Winter für Mumin ganz seinen Schrecken: Er liefert sich Wind und Wetter so aus wie den Meereswellen im Sommer und fühlt sich dem Winter dadurch plötzlich nahe und vertraut. Im gleichen Schneesturm geht Salome verloren und wird vom Hemul wieder aufgespürt.
Als der Winter sich dem Ende zuneigt, verlassen die Gäste das Mumintal – der Hemul, Salome und Knick haben sich zusammengetan. Mumin holt sich bei einer dramatischen Rettungsaktion für Mü, die auf dem aufbrechenden Meereis halsbrecherisch Schlittschuh fährt, doch noch eine Erkältung. Sein Niesen weckt sofort die Muminmutter, die sich unverzüglich auf ihre typische mütterliche Art um ihn kümmert. Kuriert und ausgeruht, zeigt Mumin seiner Mutter den restlichen Schnee und erzählt der interessierten und angemessen beeindruckten Zuhörerin von seinen winterlichen Erlebnissen. Über den leeren Marmeladenkeller und eine Reihe fehlender beziehungsweise demolierter Einrichtungsgegenstände geht die Muminmutter freundlich hinweg und lobt Mumin dafür, dass er sie so würdig vertreten und sich um alle Gäste gekümmert hat.
Auch die anderen wachen auf. Das Snorkfräulein entdeckt einen ersten Krokus und will ihn mit einem Glas vor der Nachtkälte schützen. Mumin hält sie davon ab und meint, es würde dem Krokus „bloß gut tun, wenn nicht alles ganz glatt geht“. Tooticki zieht mit ihrem Leierkasten durchs sonnige Mumintal, um die noch Schlafenden zu wecken, und der gerade vergangene Winter erscheint Mumin schon wieder unwirklich.

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